2013

Das Jahr, in dem diese Aktion begann.

Unsere Kinder waren damals knapp zwei Jahre (Moritz hat im Jänner Geburtstag) und knapp vier Monate (Matteo hat im August Geburtstag) alt.

Eines Abends im Dezember kam Klaus von der Arbeit nach Hause und Moritz wartete schon aufgeregt auf seinen Papa. Er wollte ihm einen weißen Porzellanteller, den er tagsüber mit seiner Mama mit bunten Keramikstiften bemalt hatte, präsentieren. Voller Stolz stand er also da – und Klaus hat der Teller so gut gefallen, dass er sich dachte: “Vielleicht können wir den Teller ja versteigern und den Erlös für einen guten Zweck einbringen.”

Nach kurzer Überlegung aber entschieden sich Klaus und Viktoria für eine Verlosung unter freiwilligen Spendern statt für die Versteigerung – eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.

Denn schon binnen kurzer Zeit hatte man einige hundert Euro beisammen. Am Ende der Aktion waren es 900 Euro, eine gewaltige Summe, mit der weder Klaus noch Viktoria gerechnet hatten.

Das Geld wurde schließlich an den Grazer Altbürgermeister Alfred Stingl übergeben. Stingl engagiert sich nach wie vor für die Zeitung “WOCHE Graz” als Sozialombudsmann und hilft vielen Menschen bei kleinen und großen Problemen, etwa bei kaum stemmbaren Nachzahlungen für Strom oder Gas bei Alleinerziehern und sonstigen finanziellen Nöten. Die Übergabe machte Moritz persönlich: Im Kunsthaus Graz waren Spender der Stingl-Aktion zu einem Empfang geladen, und Moritz “crashte” mit seinen 900 Euro die Rede des Altbürgermeisters: Dieser wusste nämlich bis zur Übergabe nichts von der Aktion.

Den Teller hat übrigens Kathrin Sippel gewonnen und ihn in unserer damaligen Wohnung in Graz vom Künstler persönlich überreicht bekommen (siehe Video unten).